28.02.14

Das Stricken und Häkeln hat sich gelohnt

„Es ist ein großzügiger, heller Bau geworden“, meinte Martin Schön, Vorstandsmitglied der Esslinger Bürgergarde, anerkennend beim Rundgang durch das fast fertige Esslinger Hospiz. Dass dieses ambitionierte Projekt der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen verwirklicht werden konnte, dazu hat die Bürgergarde einen großen Teil beigetragen. Dreimal spendete der Verein 5000 Euro in den vergangenen Jahren – für die Einrichtung eines Zimmers und den laufenden Betrieb.

S. Kränzle, M. Krause, B. Weißenborn, M. Schön, S. Bessey, E. Meckler (v.l.). Foto: URH

S. Kränzle, M. Krause, B. Weißenborn, M. Schön, S. Bessey, E. Meckler (v.l.). Foto: URH

Den dritten Spendenscheck übergab Schön jetzt gemeinsam mit Erika Meckler und Monika Krause an Dekan Bernd Weißenborn, Siegfried Bessey, den Vorsitzenden der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, und Susanne Kränzle, die Leiterin des Hospizes. Wie viel Arbeit solch ein Bauprojekt macht, weiß die Bürgergarde aus eigener Erfahrung, renoviert sie doch derzeit ihr zukünftiges Domizil im ehemaligen Jugendhaus in der Esslinger Kelterstraße in viel Eigenarbeit.


„Es hilft uns sehr, dass Sie das Hospiz so großzügig unterstützen“, dankte Weißenborn der Bürgergarde. Diese habe er wegen ihres vorbildlichen gemeinwesenorientierten Engagements sehr zu schätzen gelernt. Die erneute Spende der Bürgergarde sei auch Ausdruck dafür, dass das Projekt großen Rückhalt in der Bevölkerung habe, sagte Bessey.

 

Die Spende ist unter anderem das Ergebnis fleißiger Handarbeit. Ein Kreis von  knapp 20 Frauen – Mitglieder unter Unterstützerinnen – strickt und häkelt über das ganze Jahr Socken, Mützen oder Schals und stellt andere Handarbeiten her. Diese werden wie auch Glühwein auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt verkauft. 250 Stunden haben Ehrenamtliche im vergangenen Winter am Stand auf dem Weihnachtsmarkt Dienst getan - darunter Bürgergarde-Ehrenmitglieder wie der ehemalige Bürgermeister Udo Goldmann oder Bruno Reinauer, aber auch der Bundestagsabgeordnete Markus Grübel, Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler und Bürgermeister Wilfried Wallbrecht.

 

Der Erlös kommt sozialen Zwecken zu Gute. Allein rund 300 Paar Socken haben die fleißigen Strickerinnen im vergangenen Jahr hergestellt – in allen Größen und Farben. Sie seien der absolute Renner und es gebe viele Stammkunden, erzählt Monika Krause. „Weitere Strickerinnen sind herzlich willkommen“, sagt Erika Meckler. „Für dieses Haus hat sich das Stricken und Häkeln gelohnt“, sagt sie.


Wer sich in den Kreis der Handarbeiterinnen einreihen will, kann sich gerne an Martin Schön wenden: Tel. 0711 – 37 34 94.