25.11.13

Treue Unterstützer der Hospizarbeit

Der Förderverein Hospiz Esslingen hat 30 000 Euro für das Hospizhaus gegeben, das die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Esslingen in Oberesslingen baut. Das Geld stammt aus der Spende von 50 000 Euro einer Denkendorferin. Sie will namentlich nicht genannt werden. Dr. Hartmann Würz, Vorsitzender des Fördervereins, und Schatzmeister Joachim Exner übergaben die Spende jetzt an Dekan Bernd Weißenborn.

Exner, Weißenborn, Würz - Foto: URH

Mit dem Geld erfüllt der Förderverein durch einstimmigen Vorstands-Beschluss das Anliegen von Susanne Kränzle, Leiterin des ersten stationären Hospizes im Landkreis Esslingen, als Fußboden statt Linoleum Parkett zu verlegen. Das schaffe eine wärmere Atmosphäre, sind sich die drei Herren einig. Denn die sterbenskranken Menschen im Hospiz sollen eine freundliche und wohnliche Umgebung vorfinden.

Schon zum wiederholten Mal hat der Förderverein zum Bau des Hospizhauses finanziell beigetragen. Dekan Weißenborn dankte für diese großzügige Unterstützung. „Die Hospizarbeit in Esslingen wäre ohne den Förderverein nicht denkbar“, sagte er. Schon lange und regelmäßig unterstützt der Förderverein die ambulante Hospizarbeit.

„Es ist schön, dass das Engagement inzwischen auch dem stationären Bereich gilt“, so Weißenborn. Das sei vor allem auch dem Einsatz von Dr. Würz zu verdanken. Von Anfang an sei der Förderverein in die Planungen für das stationäre Hospiz eingebunden gewesen. „Wir brauchen den Förderverein nicht nur als Geldgeber, sondern schätzen auch sehr seinen Sachverstand“, betonte der Dekan.

Nicht nur zum Bau, auch zu den laufenden Betriebskosten trägt der Förderverein entscheidend bei. Er hat zugesagt, in den ersten drei Jahren jährlich jeweils 30000 Euro beizusteuern. Weil der Gesetzgeber festgelegt hat, dass mit einem Hospiz kein Geld verdient werden darf, erwartet man in Esslingen ein Defizit von jährlich rund 150 000 Euro. „Die ersten drei Jahre sind gesichert“, betont Dr. Würz.

Man wolle den Betrieb des Hospizes aber mittel- bis langfristig unterstützen. Die Beiträge der derzeit 516 Mitglieder reichten aber derzeit nicht aus, um weitere drei Jahre zu finanzieren. Weil man die Beträge nicht erhöhen wolle, um möglichst vielen Menschen eine Mitgliedschaft im Förderverein zu ermöglichen, will Dr. Würz neue Mitglieder gewinnen. Der Mindestbeitrag beträgt 15 Euro, viele geben jedoch mehr.