25.03.15

Hospiz erfüllt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe

Bereits zum dritten Mal unterstützt der Inner Wheel Club Esslingen (IWC) das Hospiz Esslingen der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Präsidentin Dorothea Keidel und Sylvia Müller, die Vorsitzende des Gemeindienstes, übergaben einen Scheck über 1000 Euro an Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospiz. Die Spende soll der ambulanten Hospizarbeit zu Gute kommen.

S. Kränzle, S. Müller, D. Keidel - F.: URH

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Frauenvereinigung regelmäßig soziale Einrichtungen und Projekte im Landkreis Esslingen. Die  Spenden werden von den  31 Mitgliedern und ihren Freunden aufgebracht. „Wir können Ihre Unterstützung sehr gut gebrauchen“, bedankte sich Kränzle für die großzügige Spende. Denn Hospizarbeit werde nicht vollständig über die Kranken- oder Pflegekassen finanziert. „Es bleibt bewusst ein Solidaritätsbeitrag, den die Gesellschaft leisten soll“, betonte sie. Das Defizit im ambulanten Bereich des Hospiz belaufe sich jährlich auf 15 000 bis 20 000 Euro, im stationären Bereich sind es zwischen 150 000 und 180 000 Euro. Für die Patienten ist die Betreuung in beiden Bereichen kostenlos. Sylvia Müller möchte diese Spende nicht zweckgebunden dem Hospiz übergeben, da sie überzeugt ist, dass die Hospizleitung am besten weiß, wo  Gelder dringend benötigt und ihre Arbeit unterstützt werden kann. So erklärt Kränzle, dass unter anderem Sach- oder Raumkosten im ambulanten Bereich vom Träger selbst aufgebracht werden müssen.

„Das Hospiz engagiert sich auf einem Gebiet, vor dem viele Menschen Scheu haben und eine große Hemmschwelle besteht. Und doch hoffen wir alle, dass wir in Würde und mit guter Begleitung sterben dürfen. Das Hospiz erfüllt diese überaus wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, sagt Dorothea Keidel. Die Hospizarbeit, ob ambulant oder stationär, sei eine beruhigende Rückversicherung für eine würdevolle Begleitung im Sterben. Deshalb sei es dem IWC ein Anliegen, diese Arbeit zu unterstützen.

„Die ambulante Hospizarbeit geschieht überwiegend im Verborgenen, weil Menschen zuhause, im Krankenhaus oder Pflegeheim begleitet werden. Aber sie erreicht weit mehr Menschen als das stationäre Hospiz“, betont Kränzle. So wurden im vergangenen Jahr 145 Menschen von den rund 70 Ehrenamtlichen – überwiegend Frauen –  im ambulanten Hospizdienst begleitet. „Das sind etwa doppelt so viele wie im stationären Hospiz“, erläutert die Hospizleiterin. „Viele Menschen haben sich mit Spenden am stationären Hospiz beteiligt. Uns ist es wichtig, dass nicht vergessen wird, dass auch die ambulante Arbeit regelmäßige Unterstützung braucht“, erklärt Sylvia Müller.