23.03.13

Richtfest am Hospizhaus

Genau fünf Monate nach dem ersten Spatenstich wurde am Esslinger Hospizhaus jetzt Richtfest gefeiert. Damit habe das erste stationäre Hospiz im Landkreis Esslingen eine wichtige Etappe auf dem Weg absolviert, freute sich Dekan Bernd Weißenborn. „Es ist ein mutiges Projekt und es ist uns ein Herzensanliegen, hier einen Ort zu schaffen, an dem Menschen auf dem letzten Weg würdig begleitet werden.“

Richtfest - Foto: Ch. Reusch

Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Esslingen baut das ehemalige Pfarrhaus gegenüber der Martinskirche in Oberesslingen um und erweitert es um einen Anbau, um so Platz für acht stationäre Betten und die ambulante Hospizarbeit zu schaffen. Im Frühjahr 2014 soll es in Betrieb gehen.


Der Rohbau ist inzwischen fertig und alle Arbeiten sind ohne Unfälle verlaufen. Die Arbeiten sind im Zeitplan. Grund, dankbar zu sein, meinte Weißenborn beim Richtfest. Siegfried Bessey, der Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Gesamtkirchengemeinde, freute sich, dass so viele Menschen in der Stadt und im Landkreis Esslingen das Projekt unterstützt haben. Viele Spender und Unterstützer waren auch zum Richtfest gekommen.

 

„Wir brauchen auch künftig Ihren Rückhalt und wir freuen uns über jede Spende, ob klein oder groß“, betonte er. Viele Menschen hätten sich auf die unterschiedlichste Weise für das Hospizhaus stark gemacht und sich nach ihren Möglichkeiten und Gaben eingebracht – ob als Hospizläufer oder durch die Organisatoren eines Nachbarschaftsfestes, durch Spenden, die in Esslinger Geschäften gesammelt wurden, oder indem Geld aus der Vereinskasse oder vom eigenen Konto genommen wurde. Weißenborn und Bessey wünschten sich, dass der Bau auch künftig ohne Unfälle weiterläuft.


„Keiner weiß, wann ihm die Stunde hier auf dieser Erde schlägt“, erinnert auch Zimmermann Alexander Schwarz von der Firma Holzbau Scharpf im Richtspruch an die Bestimmung des Baus. Das „fromme Haus“ solle „Prüfstein werden, was Menschenliebe kann auf Erden“.


Nach dem ersten Glas auf die Bauherren, dem zweiten auf Statiker und Architekt Jens Könekamp und die Handwerker, galt das letzte Glas explizit dem Zimmerhandwerk, bevor Schwarz mit Schwung und dem traditionellen Spruch das Glas zu Boden schmetterte: „Du Glas zersplittere im Grund, geweiht sei dieses Haus zur Stund‘“.

 

Fotografische Eindrücke vom Richtfest hier