18.03.21

Wärmende Strümpfe für kalte Füße

Nicht nur einen Scheck über 500 Euro, sondern auch etliche Paar warme Wollsocken hatten Irmgard Ziehfreund und Ingrid Brasse dabei, als sie im Hospiz die Spende der Seniorengymnastikgruppe der Evang. Christuskirche Zollberg übergaben.

© U. Rapp-Hirrlinger

Irmgard Ziehfreund, Ingrid Brasse, Susanne Kränzle und Bernd Weißenborn (v.l.) bei der Spendenübergabe

Dekan Bernd Weißenborn und Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospiz Esslingen, bedankten sich für diese Unterstützung. Um  die Geldspende zusammenzubekommen, strickt Irmgard Ziehfreund unermüdlich Socken. Die fertigen Stücke finden in ihrer Gymnastikgruppe, die seit 1977 in Esslingen-Zollberg besteht,  großen Anklang. Oft bekommt sie spezielle Anfragen. Ist das Passende nicht in ihrem Fundus, strickt sie das Gewünschte. Feste Preise gibt es nicht. „Weil die Damen wissen, dass es für einen guten Zweck ist, geben sie meist etwas mehr“, freut sich Ziehfreund. Die Wolle geht auf ihre Rechnung, so dass der komplette Erlös an das Hospiz fließt.

Bereits zum zweiten Mal konnte sie so 500 Euro übergeben. 40 bis 50 Paar Socken musste sie dafür jeweils stricken. Bis zu 20 Stunden brauche sie für ein Paar, erzählt Ziehfreund. „Das ist meine abendliche Beschäftigung.“ Die Idee, auf diese Weise das Hospiz zu unterstützen, hatte Ziehfreund, als sie mit ihrer Gymnastikgruppe eine Führung durch das Hospiz machte. Außerdem war sie Teil der Handarbeitsgruppe der Bürgergarde Esslingen, die viele Jahre durch ihre Erlöse beim Weihnachtsmarkt ebenfalls das Hospiz unterstützte. Vom Hospiz höre man nur Gutes, sagt sie. Auch Ingrid Brasse weiß aus der eigenen Familie um die Bedeutung der Hospizarbeit.

„Es ist nur ein kleiner Betrag“, sagt Ziehfreund bescheiden. „Viele kleine Steinchen machen viel aus, also sagen Sie nicht, es sei wenig“, betont Susanne Kränzle. „Wenn Sie beim Stricken der Maschen an das Hospiz denken, steckt große Kraft in ihrem Werk“, ist die Hospizleiterin überzeugt. Bernd Weißenborn sieht Ziehfreund sogar in der Tradition der biblischen Tabitha, die Kleidung für Arme herstellte. Die warmen Socken werden nun den Hospizgästen zu Gute kommen. „Viele Menschen im Hospiz haben kalte Füße, da tun solche Wollstrümpfe gut“, betont Kränzle.