17.07.19

Im Hospiz darf auch fröhlich gefeiert werden

Im Hospiz Esslingen darf es auch fröhlich zugehen. Das ist nicht nur die Devise im Alltag, sondern gilt besonders für das alljährliche Sommerfest, das auch in diesem Jahr wieder bei herrlichem Sommerwetter im Garten des Hospiz Esslingen gefeiert wurde.

© U. Rapp-Hirrlinger

Susanne Kränzle und Dekan Weißenborn begrüßen die Gäste

© U. Rapp-Hirrlinger

Ehrung der Mitarbeitenden

© U. Rapp-Hirrlinger

Dazu trafen sich unter anderem haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Mitglieder von Förderverein, Hospizausschuss und Hospizbeirat aber auch Gäste des Hauses zum fröhlichen Beisammensein und angeregten Gesprächen. Es ist vor allem als Dankeschön an die vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, aber auch diejenigen gedacht, die das Hospiz in anderer Form unterstützen. Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospiz Esslingen, betonte in ihrer Begrüßung: „Sterbende Menschen stehen im Mittelpunkt unseres Tuns. Doch dies geht nur durch das Zusammenwirken vieler.“ Sie bedankte sich beim Träger, der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen, dem Förderverein Hospiz Esslingen, den Kooperationspartnern, den Spendern und den Mitarbeitenden im ambulanten und stationären Bereich des Hospiz. Vor gut fünf Jahren wurde das Hospiz Esslingen eingeweiht. Damit hätten ambulante und stationäre Hospizarbeit, aber auch der Trauerbereich ein gemeinsames Dach über dem Kopf bekommen und man könne Ideen und das Verständnis von Hospizarbeit gemeinsam umsetzen, so Kränzle.

Aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Hauses würdigten Dekan Bernd Weißenborn und Siegfried Bessey, der Vorsitzende der Gesamtkirchengemeinde, gemeinsam mit Susanne Kränzle die rund 35 hauptamtlich Mitarbeitenden im Hospiz, von denen viele schon von Anfang an dabei sind, und überreichten Rosen als Zeichen der Wertschätzung. Claudia Dippon, die Leiterin des stationären Bereichs, bedankte sich im Namen der Hauptamtlichen bei Susanne Kränzle „für die gute Zusammenarbeit, all das Herzblut, das du in die Arbeit steckst, dass du immer wieder klar Position beziehst und fachliche Impulse gibst, für deine Offenheit und  Verlässlichkeit und den Freiraum, den du uns Mitarbeitenden lässt“.

Weißenborn betonte, wie sehr das Hospiz in den vergangenen fünf Jahren „ein Haus des Segens“ geworden sei. „Bei aller Arbeit und Kraft, die wir in das Haus gesteckt haben, bekamen wir auch viel Segen zurück.“ Dass das Hospiz in der Gesellschaft rasch Akzeptanz fand, habe viel mit den Haupt- und Ehrenamtlichen zu tun, aber auch mit den vielen Ideen und Impulsen, die Susanne Kränzle gebe.
Dass das jährliche Defizit des laufenden Betriebs in Höhe von 150000 bis 200000 Euro dank großzügiger Spender stets aufgebracht werden könne, berühre ihn. Auch die Hospizstiftung, die langfristig das Defizit absichern soll, sei auf einem guten Weg – zumal ihr jüngst ein großes Vermächtnis zufloss.

Ausdrücklich dankte der Dekan dem Förderverein Hospiz Esslingen, ohne dessen jahrelanges finanzielles Engagement vieles nicht möglich wäre. Einen Scheck über 67 500 Euro übergab der Förderverein beim Sommerfest für die ambulante und stationäre Hospizarbeit und den Trauerbereich. Eine weitere Spende des Fördervereins, ein E-Piano, kam an diesem Tag erstmals zum Einsatz. Die ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin und studierte Musikerin Antje Bauer spielte darauf klassische Stücke für die Gäste. Für das leibliche Wohl sorgte die Metzgerei Fritz mit Köstlichkeiten vom Grill – auch dies eine Spende. Seit fünf Jahren übernimmt die Kosten die Fleischerinnung Stuttgart-Neckar-Fils.