13.02.17

Die Nadeln klappern zu Gunsten der Hospizarbeit

Manfred Meckler, Joachim Exner, Trautel Schön, Helga Schlöffel, Annemarie Grammenos, Frauke Hinkelbein-Stöckel Erika Meckler, Marianne Hertle, Martin Schön (v.l.)

© U. Rapp-Hirrlinger

Spendenübergabe der Bürgergarde

3000 Euro spendet die Historische Bürgergarde Esslingen auch in diesem Jahr an den Förderverein Hospiz Esslingen. Martin Schön, Kassier der Bürgergarde und Organisator der Spendenaktion, übergab den symbolischen Scheck an Marianne Hertle, die Vorsitzende des Fördervereins. Zusammengekommen ist die Spende wie in den vergangenen Jahren vor allem dank fleißiger Strickerinnen, die das ganze Jahr über die Nadeln klappern lassen, um Socken, aber auch Mützen, Schals und anderes zu fabrizieren, das dann auf dem Weihnachtsmarkt für den guten Zweck verkauft wird.

Marianne Hertle hat diese Aktion so begeistert, dass sie selbst zu den Stricknadeln griff und ihrerseits ein Paar handgestrickte Socken an die Bürgergarde übergab – mit dem Versprechen, dass es nicht die letzten sein sollen. „Damit möchte ich diese tolle Idee meinerseits unterstützen“, betonte sie. „Ich finde das einfach großartig. Da steckt so viel Handarbeit drin, das ist richtig werthaltig“, lobte sie. Etwa 400 Paar Socken in verschiedensten Größen und unterschiedlichen Designs hat der Kreis der gut 20 Strickerinnen im vergangenen Jahr gestrickt. Unter den Frauen sind auch viele, die nicht Mitglied der Bürgergarde sind und etliche auch schon in höherem Alter. „Das sind die fleißigsten Strickerinnen“, weiß Martin Schön. Zwischen 14 und 18 Stunden braucht eine geübte Handarbeiterin für ein Paar Strümpfe – je nach Größe.


Die Socken werden dann zusammen mit Glühwein und Basteleien auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt verkauft. „Wir haben etliche Stammkunden, die jedes Jahr gezielt wegen der Socken an den Stand kommen“, erzählt Martin Schön. Manche kaufen sie auch, um sie zu verschenken. „Eine gute Wollqualität ist uns sehr wichtig“, betont Trautel Schön. Schließlich soll man die Strümpfe auch in der Waschmaschine waschen können.


Die Bürgergarde stellt den Handarbeiterinnen das Material, doch manche spenden nicht nur ihre Arbeitskraft und Zeit, sondern auch die Wolle. Der komplette Erlös aus dem Verkauf geht an soziale Zwecke, darunter seit Jahren immer wieder das Hospiz oder der Förderverein.


Das Stricken ist nur der eine Aspekt der Spendenaktion. Für den Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt braucht es viele helfende Hände. 650 Stunden Standdienst habe man beim letzten Weihnachtsmarkt geleistet, rechnet Schön vor. Dafür waren 56 Personen im Einsatz. Dass sich auch etliche bekannte Gesichter wie der Bundestagsabgeordnete Markus Grübel, der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Wolfgang Drexler, die Bürgermeister Markus Raab und Wilfried Wallbrecht und andere in den Dienst der guten Sache stellten, freut Schön. „Das ist ja wirklich großes bürgerschaftliches Engagement“, lobt Annemarie Grammenos, Mitglied im Vorstand des Fördervereins.