01.12.20

Ehrenamtliche kümmern sich um Spendenhäuschen

Sie stehen an vielen Ladenkassen im Einzelhandel, in Praxen, Apotheken, Gärtnereien oder Cafés in Esslingen und umliegenden Gemeinden - Spendenhäuschen, die auf das Hospiz Esslingen hinweisen.

© U. Rapp-Hirrlinger

Dekan Weißenborn und Susanne Kränzle

Weit über 50 Stück sind es insgesamt. Die Idee: Kundinnen und Kunden sollen ihr Wechselgeld für das Hospiz dort einlegen. Doch nicht nur Münzen, auch mancher Geldschein wird hineingesteckt, so die Erfahrung. Dass dabei eine Menge zusammenkommen kann, freut den evangelischen Dekan Bernd Weißenborn. Rund 7000 Euro waren es bereits in diesem Jahr.

Ein ehrenamtliches Team von sieben Frauen und zwei Männern kümmert sich seit Jahren um die Häuschen, schaut immer wieder vor Ort vorbei, leert die Häuschen und repariert sie bei Bedarf. Zudem veranstalten die Ehrenamtlichen immer wieder eine Tombola zugunsten des Hospiz. „Das alles ist ein tolles Engagement und der Erlös ist phänomenal“, betont Weißenborn. Immerhin brauche es jedes Jahr rund 150 000 Euro an Spenden, um das Defizit für den Betrieb der Einrichtung zu decken, ergänzt Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospiz. Doch es gehe nicht nur um den finanziellen Nutzen, den das Hospiz daraus zieht. „Die Häuschen in den Geschäften tragen den Hospizgedanken weiter“, sagt der Dekan.

Die ersten Häuschen haben die Söhne der Esslinger Grafikerin Dorothee Krämer nach eigenen Plänen zusammengebaut. Inzwischen fertigt das Berufliche Ausbildungszentrum Esslingen (BAZ) stabile Holzhäuschen. Ein großes Exemplar, das in der Werkstatt der Württembergischen Landesbühne entstand, kann übrigens im Hospiz ausgeliehen werden, um etwa bei einem Fest Spenden fürs Hospiz zu sammeln, sagt Kränzle. Dass Geschäftsleute den Häuschen Platz einräumen und damit das Hospiz unterstützen, begeistert Weißenborn. „Dafür bedanke ich mich herzlich, denn das hilft uns sehr.“